Kreta und Santorini - unsere Highlights in einer Woche
Willkommen zu unserem Kurztrip nach Kreta – mit einem kleinen Abstecher nach Santorini! In nur sieben Tagen haben wir antike Stätten erkundet, durch malerische Altstädte gebummelt, am Strand entspannt, uns durch die kretische Küche geschlemmt – und zum Abschluss noch einmal echtes Insel-Feeling deluxe erlebt. Los geht’s!
Anreise nach Kreta & Tipps zur Erkundung der Insel
Wie kommt man nach Kreta?
Als eine der beliebtesten Ferieninseln Europas ist Kreta gut erreichbar – egal, von wo aus ihr startet. Die Insel verfügt über zwei Flughäfen: einen zentral gelegenen in Heraklion und einen weiteren im Westen, in Chania. Für uns war Heraklion die bessere Verbindung, aber schaut einfach, was für euch am besten passt – je nachdem, wo ihr eure Homebase auf der Insel einplant.
Wo übernachten?
Als Ausgangspunkt für eure Erkundungstouren können wir euch Heraklion empfehlen. Die Stadt liegt zentral, sodass viele Highlights in alle Richtungen gut erreichbar sind. Wenn ihr allerdings mehr Zeit mitbringt, lohnt es sich, die Insel zu teilen: ein paar Nächte in Heraklion, ein paar in Chania. So spart ihr euch lange Autofahrten.
Wie kommt man vor Ort am besten herum?
Ganz klar: mit dem Auto! Ein kleiner Hinweis: Manche abgelegenen Orte – zum Beispiel traumhafte Strände wie Balos Bay – erreicht man nur über Schotterpisten, die es wirklich in sich haben. Nehmt also lieber nicht das allerkleinste Auto und klärt mit dem Vermieter ab, ob ihr damit auf unbefestigten Straßen fahren dürft. Einige Anbieter schließen genau das nämlich in ihren Mietbedingungen aus.
Tag 1 - Heraklion & Palast von Knossos
Vormittag
Unser erster Tag auf Kreta begann direkt mit einem echten Klassiker – dem Palast von Knossos. Die antike Stätte liegt nur etwa 15 Autominuten vom Stadtzentrum Heraklions entfernt und ist ein absolutes Muss für alle, die sich auch nur ein kleines bisschen für Geschichte interessieren.
Hier erwartet euch eine faszinierende Mischung aus Mythos und Archäologie: Knossos gilt als Zentrum der minoischen Kultur – also der ältesten Hochkultur Europas. Zwischen gut erhaltenen Ruinen, farbigen Fresken und beeindruckenden Säulen könnt ihr euch fast vorstellen, wie hier einst das Leben pulsierte.
Wenn ihr einfach nur ein bisschen durch die Anlage schlendern und das Ambiente aufsaugen wollt, reicht ein Rundgang mit der kostenlosen App. Wer tiefer eintauchen will, kann sich direkt am Eingang einem Guide anschließen – sie stehen dort in Gruppen bereit. Die Tour kostet ca. 20 € pro Person, dazu kommt das Eintrittsticket (ebenfalls 20 € pro Person im Mai 2025).
Nachmittag
Am frühen Nachmittag sind wir dann zurück in die Stadt gefahren – und haben uns Heraklion zu Fuß vorgenommen. Unsere Erkundungstour begann an der venezianischen Loggia, einem prachtvollen historischen Gebäude, das heute das Rathaus beherbergt. Weiter ging’s zum Lions Square mit seinem bekannten Morosini-Brunnen und zur nah gelegenen Agios-Titos-Kirche, die sowohl von außen als auch innen ein schönes Fotomotiv ist.
Von dort aus haben wir uns einfach treiben lassen – durch die schmalen Gassen der Altstadt mit kleinen Boutiquen, Cafés und Eisdielen. Heraklion ist nicht übertrieben touristisch, hat aber genau die richtige Mischung aus Authentizität und Lebendigkeit.
Wer Lust auf ein bisschen Shopping oder kleine Mitbringsel hat, sollte den Markt in der 1866-Straße nicht verpassen. Hier findet ihr von kretischen Gewürzen und Olivenöl bis hin zu handgefertigtem Schmuck alles, was das Urlauberherz begehrt. (Wir haben ihn leider knapp verpasst, aber er soll besonders vormittags sehr lebendig sein!)
Zum Abschluss sind wir noch runter zum Hafen geschlendert – unser Highlight hier: die Festung Koules, die am Eingang des Hafens thront. Besonders am späten Nachmittag ist der Blick aufs Meer einfach fantastisch. Ein perfekter Spot, um den ersten Tag gemütlich ausklingen zu lassen.
Tag 2 - Agios Nikolaos & Spinalonga
Am zweiten Tag haben wir den Osten der Insel erkundet – mit einem Ausflug nach Agios Nikolaos, einer charmanten Küstenstadt mit mediterranem Flair. Doch bevor wir dort den Nachmittag verbrachten, stand noch ein weiteres Highlight auf dem Programm: die geschichtsträchtige Insel Spinalonga. Die Fahrt von Heraklion in die Gegend dauert ca. 1,5 Stunden.
Vormittag
Die kleine Insel liegt nur wenige Minuten mit dem Boot vom Festland entfernt. Ihr könnt z. B. von Plaka oder Elounda übersetzen – beide Orte sind von Agios Nikolaos aus in etwa 20 Minuten mit dem Auto erreichbar. Die Überfahrt von Plaka dauert rund 10 Minuten und kostet etwa 12 € – perfekt also auch für spontane Ausflüge. Alternativ werden organisierte Tagestouren ab Agios Nikolaos angeboten, teils sogar mit Schnorchel-Stopp. (Im Mai war’s uns dafür aber noch etwas zu frisch 😉)
Spinalonga war einst eine venezianische Festung und diente später als Lepra-Kolonie – was der Insel eine ganz eigene, bewegende Atmosphäre verleiht. Beim Spaziergang durch die alten Gassen passiert man verfallene Unterkünfte, die Schule, die Kirche – und bekommt einen Eindruck davon, wie das Leben hier wohl einst gewesen sein muss.
Trotz der Geschichte ist die Insel sehr fotogen – mit traumhaften Ausblicken aufs türkisfarbene Wasser und vielen tollen Fotospots. Der Eintritt beträgt 20 €, wie bei fast allen größeren historischen Sehenswürdigkeiten auf Kreta. Nach 1–2 Stunden könnt ihr einfach eines der regelmäßig fahrenden Boote zurück ans Festland nehmen.
Nachmittag
Am frühen Nachmittag ging’s weiter nach Agios Nikolaos. Die Stadt hat uns mit ihrer entspannten Atmosphäre und dem hübschen Zentrum direkt überzeugt. Herzstück ist der Binnensee Voulismeni, der sich wie eine kleine Lagune mitten in der Stadt öffnet. Rundherum reihen sich Cafés, Restaurants und Bars – perfekt für einen entspannten Lunch mit Blick aufs Wasser.
Danach lohnt sich ein Bummel durch die Altstadt mit ihren kleinen Läden, Eisdielen und Galerien. Die Wege sind kurz, die Stimmung angenehm und es gibt immer wieder schöne Ecken zu entdecken. Agios Nikolaos ist nicht überlaufen, aber lebendig genug, um sich direkt wohlzufühlen.
Tag 3 - Schluchtenwanderung & Hippie-Strand: Agiofarango & Matala
Der dritte Tag war einer unserer aktivsten – und landschaftlich einer der schönsten.
Vormittag
Am Vormittag stand eine kleine Wanderung durch die Agiofarango-Schlucht im Süden Kretas auf dem Programm (Fahrzeit ca. 1–1,5 Stunden von Heraklion). Die Schlucht liegt etwas abgelegen, ist aber mit dem Auto erreichbar – allerdings nur über eine Schotterpiste, auf der man wirklich vorsichtig fahren sollte. Lasst das Auto einfach am Straßenrand stehen, wenn ihr euch unsicher fühlt – wir sind auch nicht ganz bis zum öffentlichen Parkplatz gefahren.
Die Wanderung selbst ist absolut machbar. In etwa 30–40 Minuten geht es durch die enge, steinige Schlucht – begleitet von neugierigen Ziegen, hohen Felswänden und der völligen Abwesenheit von Handyempfang. Die Landschaft ist wild, ruhig und beeindruckend.
Am Ende der Schlucht wird man belohnt: Der Weg öffnet sich zu einer kleinen Bucht mit kristallklarem Wasser – perfekt zum Abkühlen nach der Wanderung! Nehmt am besten genug Wasser, feste Schuhe und Badesachen mit. Schatten gibt es kaum, daher empfiehlt es sich, früh zu starten – auch weil ihr dann den Strand fast für euch alleine habt.
👉 Tipp: Wenn ihr größere Wanderfans seid, könnt ihr alternativ auch die Samaria-Schlucht ins Auge fassen. Dafür solltet ihr allerdings den ganzen Tag einplanen – ein Abstecher nach Matala wäre dann eher nicht mehr drin.
Nachmittag
Am Nachmittag sind wir weiter nach Matala gefahren – ein Küstenort mit ganz eigenem Charakter. Matala ist bekannt für seine Höhlen im Sandsteinfelsen, die in den 1960ern von Hippies bewohnt wurden. Heute könnt ihr die Höhlen für etwa 4 € Eintritt besichtigen und euch ein Bild davon machen, wie kreativ man in der Natur wohnen kann.Direkt davor liegt ein weiter, sandiger Strand, eingerahmt von steilen Felsen – ideal für eine entspannte Pause nach der Wanderung.
Die kleine Fußgängerzone von Matala ist bunt, alternativ und ein bisschen schräg – genau wie man es von einem ehemaligen Hippie-Hotspot erwarten würde. Überall gibt es Streetart, bemalte Pflastersteine und kleine Läden. Für einen Drink mit Sonnenuntergang oder ein Abendessen mit Meerblick ist Matala ebenfalls perfekt – entspannt, stimmungsvoll und mit einem Hauch Nostalgie.
Tag 4 - Traumkulisse in Balos Bay & Flanieren in Chania
An Tag 4 stand einer der meistfotografierten Orte Kretas auf dem Plan: die atemberaubende Balos Bay im Nordwesten der Insel. Und ja – der Anblick ist wirklich so spektakulär wie auf den Postkarten! Die Lagune mit ihrem türkisfarbenen Wasser, dem feinen Sand und der zerklüfteten Felskulisse ist ein echtes Naturwunder.
Wer nicht in Chania übernachtet, sollte unbedingt viel Zeit einplanen: Von Heraklion aus dauert die Anfahrt je nach Verkehr etwa 3,5 bis 4 Stunden.
Vormittag
Die Anreise zur Lagune ist ein kleines Abenteuer für sich: Ihr erreicht Balos entweder mit dem Boot (z. B. ab Kissamos) oder mit dem Auto über eine mehrere Kilometer lange Schotterpiste. Am Ende wartet ein kleiner Parkplatz – von dort aus geht es noch ca. 20–30 Minuten zu Fuß über einen felsigen Pfad hinab zur Bucht.
Der Ausblick während des Abstiegs ist aber absolut magisch – der perfekte Spot für euer Instagram-Foto.
👉 Wichtig: Nicht jeder Mietwagen darf auf diese Schotterstraße – also vorab unbedingt prüfen, was in eurer Versicherung abgedeckt ist.
Unser Tipp: Früh losfahren lohnt sich! So umgeht ihr nicht nur die größte Mittagshitze, sondern auch die Besuchermassen, die mit den Ausflugsschiffen ankommen. Packt auf jeden Fall genug Wasser, Snacks und Sonnenschutz ein – es gibt vor Ort keinerlei Infrastruktur.
Nachmittag
Nach einem ausgiebigen Bad in dieser traumhaften Lagune und dem Rückweg zum Auto sind wir weiter Richtung Chania gefahren, wo wir den späten Nachmittag verbracht haben.
Die Altstadt von Chania hat uns sofort begeistert – und ehrlich gesagt sogar besser gefallen als Heraklion. Die engen Gassen, bunten Fassaden, gemütlichen Restaurants und der venezianische Hafen mit seinen Booten und dem alten Leuchtturm versprühen echtes Postkartenflair.
Zum Abendessen könnt ihr wunderbar in Chania bleiben – es gibt jede Menge Auswahl: von traditionellen Tavernen mit Meze bis hin zu stylischen Lokalen mit Dachterrasse. Wer mag, kann den Abend entspannt hier ausklingen lassen – oder sogar über Nacht bleiben, bevor es am nächsten Tag weitergeht.
Tag 5 - Wein, Öl & Entspannung
Nach den erlebnisreichen Tagen zuvor stand Tag 5 ganz im Zeichen von Genuss – mit entspanntem Erkunden rund um Heraklion. Und was passt besser zu einem Urlaub auf Kreta als Wein und Olivenöl?
Vormittag/Mittag
Am Vormittag haben wir die Lyrarakis Winery besucht – einen kleinen, familiengeführten Betrieb etwas außerhalb von Heraklion. Inmitten sanfter, grüner Hügellandschaft probierten wir verschiedene lokale Rebsorten, darunter einige, die man außerhalb Kretas kaum findet. Die Führung war herzlich und informativ, und man spürt sofort die Leidenschaft, mit der hier gearbeitet wird.
Ideal für alle, die Wein nicht nur trinken, sondern auch mehr über die Herstellung und Geschichte erfahren möchten.
Wer danach noch tiefer in die Welt der regionalen Produkte eintauchen will, sollte unbedingt einen Abstecher zur Olive Oil Farm Kalenthi machen. Auch hier dreht sich alles um Qualität, Handwerk und Herkunft. Bei einer kleinen Verkostung könnt ihr erleben, wie vielfältig gutes Olivenöl schmecken kann – von fruchtig-mild bis intensiv und leicht pfeffrig. Ein echter Geheimtipp für alle Feinschmecker!
Nachmittag
Nach so viel Sightseeing war dieser Nachmittag nochmal perfekt zum Runterschalten. Sucht euch einfach einen schönen Strand in der Nähe – zum Beispiel Ammoudara, der von Heraklion aus gut erreichbar ist, oder Paleokastro, etwas ruhiger und mit schöner Kulisse. Ob mit einem guten Buch im Schatten, einem letzten Bad im Meer oder einfach beim Dösen in der Sonne – dieser entspannte Nachmittag war genau das Richtige, um die vielen Eindrücke der Reise langsam sacken zu lassen.
Tag 6 & 7 – Inselhüpfen nach Santorini
Kreta ist ein idealer Ausgangspunkt für kleine Abstecher auf andere Inseln – und Santorini war für uns definitiv das Highlight zum Abschluss unserer Reise.
Von Heraklion aus erreicht ihr die berühmte Kykladeninsel per Schnellfähre in etwa zwei Stunden. Tickets solltet ihr je nach Saison rechtzeitig buchen – und ja, es lohnt sich! Schon bei der Einfahrt in den Hafen bekommt man einen ersten Eindruck von den steilen Vulkanhängen, den weißen Häusern, und dem tiefblauen Wasser.
Unsere zwei Tage auf der Insel waren gut gefüllt: Wir haben uns einen Quad gemietet (da man für viele der größeren Roller einen Motorradführerschein braucht) und damit die Insel erkundet. Ein toller erster Stopp war der Red Beach, der seinem Namen mit seiner dramatisch roten Felskulisse alle Ehre macht. Danach ging’s weiter zum Black Beach – der dunkle Vulkansand und die entspannte Atmosphäre machen ihn zu einem ganz besonderen Ort.
Außerdem standen die Orte auf dem Programm, die man einfach gesehen haben muss: Oia mit seinen ikonischen weißen Kuppeln und kleinen Boutiquen, und Fira, die lebhafte Hauptstadt mit herrlichen Aussichtspunkten, Restaurants und engen Gassen. Besonders magisch wird es hier zum Sonnenuntergang – wenn das Licht die Häuser in Gold taucht und alle einmal kurz still werden.
Viele machen Santorini als Tagesausflug, aber wir fanden es großartig, eine Nacht zu bleiben. So konnten wir die ruhigeren Stunden am frühen Morgen und späten Abend ohne Kreuzfahrttouristen genießen und nochmal ganz in den Inselflair eintauchen. Unser Hotel-Tipp hierfür - die Asha Luxury Suites direkt im Herzen von Fira um die Stadt morgens und abends zu genießen.
Unser Fazit: definitiv ein lohnenswerter Bonus zum Kreta-Trip, wenn ihr ein bisschen Zeit übrig habt.
Fazit – Unsere Highlights & Tipps für deinen Kreta-Trip
Kreta hat uns mit seiner Vielfalt, Gastfreundschaft und Schönheit absolut begeistert. Die Insel bietet wirklich für jeden etwas: von geschichtsträchtigen Orten wie Knossos über charmante Küstenstädte wie Agios Nikolaos bis hin zu spektakulären Naturlandschaften wie der Agiofarango-Schlucht oder der Lagune von Balos. Besonders gefallen hat uns der Mix aus Kultur, Natur, Stränden – und natürlich dem leckeren Essen!
Unser Tipps:
👉 Plant eure Route realistisch, denn Kreta ist größer, als man denkt. Für eine Woche empfiehlt sich eine zentrale Homebase, zum Beispiel in Heraklion, und gezielte Tagesausflüge. Wenn ihr mehr Zeit habt, lohnt sich ein Standortwechsel, z. B. auch nach Chania.
👉 Mietet ein Auto, um flexibel zu sein – aber klärt vorab, ob euer Anbieter auch Fahrten auf Schotterpisten (z. B. nach Balos) erlaubt.
👉 Unbedingt baden & wandern kombinieren! Kreta hat atemberaubende Strände, aber auch beeindruckende Schluchten – die Mischung macht’s.
👉 Santorini als Bonus: Wenn ihr die Möglichkeit habt, hängt 1–2 Tage auf Santorini oder einer anderen malerischen Insel dran. Die Fähre ist unkompliziert, und die unterschiede zwischen den Inseln machen jeden Abstecher wert.
Wir hoffen, euch hat unser Reisebericht inspiriert und ihr habt Lust bekommen, Kreta selbst zu entdecken.
Wenn ihr Fragen habt, schreibt uns gern – oder teilt eure eigenen Tipps unter unserem Vlog.

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